von Tom Göpel Juli 21, 2023 4 Minuten Lesezeit

Protein und CrossFit: Optimale Dosierung für Spitzenleistung

Protein – das Powerhouse deines Körpers, besonders wenn du aktiv CrossFit trainierst. Du hast sicher schon oft gehört, dass Protein der Schlüssel zu Muskelreparatur und Muskelwachstum ist, aber wie genau wirkt es sich auf deine Leistung und Regeneration aus, besonders bei einem so anspruchsvollen Sport wie CrossFit? Und wie viel Protein solltest du zu dir nehmen, um das Beste aus deinem Training herauszuholen?

In diesem Artikel werden wir Antworten auf diese Fragen finden. Wir schauen uns an, welche Rolle Proteine in deiner Ernährung spielen, geben dir Empfehlungen für die richtige Dosierung und zeigen dir außerdem, wie du deine Proteinzufuhr optimal planen kannst. Los geht’s!

Die Bedeutung von Proteinen im CrossFit

Proteine sind die Grundbausteine unserer Muskulatur. Sie sind nicht nur für den Aufbau von Muskelgewebe entscheidend, sondern auch für die Regeneration der Muskelzellen. Bei jedem intensiven CrossFit-Training entstehen Mikrorisse in den Muskelfasern. Das ist ein ganz normaler Prozess und kein Grund zur Sorge – im Gegenteil, genau dieser Prozess führt letztlich zu stärkeren und leistungsfähigeren Muskeln. Wenn diese kleinen Schäden repariert und die Muskelfasern wieder aufgebaut werden müssen, kommen die Proteine ins Spiel.

Doch damit ist die Arbeit der Proteine noch nicht getan. Denn sie helfen auch beim Aufbau neuer Muskelmasse, der sogenannten Muskelhypertrophie. Nach dem Training befindet sich der Körper in einem Zustand, in dem er besonders gut auf Proteine anspricht – ein Phänomen, das als „anaboles Fenster“ bezeichnet wird. Wird dem Körper in diesem Zeitfenster ausreichend Protein zugeführt, kann er sich durch den Aufbau neuer Muskelmasse optimal auf das nächste Training vorbereiten.

Außerdem hilft das Protein, das Muskelgewebe während des Trainings zu schützen. Bei intensiver körperlicher Belastung, wie sie beim CrossFit üblich ist, kann der Körper beginnen, Muskelgewebe zur Energiegewinnung abzubauen. Dies geschieht vor allem dann, wenn nicht genügend andere Energiequellen zur Verfügung stehen. Durch eine ausreichende Proteinzufuhr kann diesem Prozess entgegengewirkt werden.

Daher ist es nicht verwunderlich, dass die meisten CrossFit-Athleten ihre Proteinzufuhr genau überwachen, um ihre Leistung zu maximieren und eine schnelle Regeneration zu gewährleisten.

Wie viel Protein benötigen CrossFit-Athleten?

Die optimale Proteinmenge für CrossFit hängt von verschiedenen Faktoren wie Geschlecht, Alter, Gewicht, Trainingsintensität und natürlich den individuellen Trainingszielen ab. Allgemein wird empfohlen, dass Sportlerinnen und Sportler, die ein moderates bis intensives Ausdauer- oder Krafttraining betreiben, etwa 1,2 bis 2,0 Gramm Protein pro Kilogramm Körpergewicht pro Tag zu sich nehmen sollten. Im Vergleich dazu liegt die allgemeine Empfehlung für Erwachsene, die nicht aktiv trainieren, bei etwa 0,8 Gramm Protein pro Kilogramm Körpergewicht.

Für CrossFit-Athleten, die häufig beide Trainingsarten in ihren Trainingseinheiten kombinieren und sich in der Regel intensiveren Belastungen aussetzen, könnte die benötigte Proteinmenge daher eher am oberen Ende dieses Bereichs liegen. Mehr Protein bedeutet aber nicht unbedingt mehr Erfolg. Denn eine überhöhte Proteinzufuhr kann auch zu einer überhöhten Kalorienzufuhr führen und ist mit gesundheitlichen Risiken verbunden. Es ist daher ratsam, sich professionell beraten zu lassen, um die optimale Proteinzufuhr für die eigenen Bedürfnisse zu ermitteln.

Zeitpunkt und Verteilung der Proteinzufuhr

Neben der richtigen Menge spielt auch das Timing eine entscheidende Rolle – wie wir bereits beim „anabolen Fenster“ gesehen haben. Das Konzept des Protein-Timings zielt darauf ab, die Proteinzufuhr strategisch zu bestimmten Zeiten zu platzieren, insbesondere vor und nach dem Training, um die Muskelproteinsynthese zu maximieren und die Muskelregeneration zu unterstützen.

Eine Proteinzufuhr von ca. 20–30 g in der Stunde nach dem Training wird empfohlen, da der Körper in dieser Zeit („anaboles Fenster“) besonders aufnahmefähig für Nährstoffe ist.

Zusätzlich zur Proteinzufuhr nach dem Training kann eine gleichmäßige Verteilung über den Tag vorteilhaft sein, anstatt große Mengen in einer Mahlzeit zu verzehren. Auf diese Weise bleibt die Aminosäurenversorgung im Blut konstant und ermöglicht eine kontinuierlichere Muskelproteinsynthese. Eine mögliche Strategie kann z. B. sein, 3–4 gleich große Portionen über den Tag zu verteilen.

Auswahl der richtigen Proteinquellen

Proteine kommen in einer Vielzahl von Lebensmitteln vor, sowohl in tierischen als auch in pflanzlichen Quellen. Tierische Proteinquellen wie Fleisch, Fisch, Eier und Milchprodukte liefern je nach Ernährungsweise große Mengen an essenziellen Aminosäuren, die der Körper nicht selbst herstellen kann und die daher mit der Nahrung aufgenommen werden müssen. Außerdem sind sie in der Regel gut verdaulich und haben eine hohe biologische Wertigkeit, das heißt, sie können vom Körper effizient in körpereigenes Protein umgewandelt werden.

Pflanzliche Proteinquellen wie Hülsenfrüchte, Nüsse, Samen und Vollkornprodukte können ebenfalls sehr wertvolle Mengen an Protein liefern, obwohl sie oft als „unvollständig“ angesehen werden, da sie nicht alle essenziellen Aminosäuren in ausreichender Menge enthalten. Durch die Kombination verschiedener pflanzlicher Proteinquellen kann jedoch ein vollständiges Aminosäurenprofil erreicht werden.

Für CrossFit-Athleten kommen sowohl tierische als auch pflanzliche Proteinquellen infrage. Je größer die Auswahl an Proteinquellen ist, desto besser kann die Versorgung mit einem breiten Spektrum an Nährstoffen gewährleistet werden. Auch Proteinsupplemente wie Proteinshakes können eine ideale Ergänzung sein, da sie vor allem nach dem Training eine einfache Möglichkeit bieten, die Proteinzufuhr zu erhöhen.

Proteinzufuhr in der Praxis

Es gibt verschiedene Möglichkeiten, eine ausreichende Proteinzufuhr in den Ernährungsplan zu integrieren. Ein proteinreiches Frühstück könnte zum Beispiel aus griechischem Joghurt mit Früchten und Haferflocken bestehen, die zusätzliche Proteine und Ballaststoffe liefern. Als Snack zwischendurch kannst du Nüsse und Samen oder einen Proteinriegel essen.

Zum Mittag- und Abendessen kannst du proteinreiche Gerichte wie Hühnchen, Fisch oder Tofu, mit Vollkornprodukten und verschiedenen Gemüsesorten wählen. Ein proteinreiches Dessert aus Quark und Beeren rundet eine vollwertige Mahlzeit ab.

Nach dem Training ist ein Proteinshake genau das Richtige, um den Körper mit den richtigen Mengen an Protein zu versorgen. Schau in unserem Shop vorbei und entdecke unsere leckeren Shakes in vielen verschiedenen Geschmacksrichtungen, die du im Handumdrehen zubereitet und überallhin mitnehmen kannst.

Die richtige Menge an Protein ist für CrossFit-Athleten entscheidend, um Muskelwachstum, Regeneration und Leistung zu unterstützen. Aber wie du siehst, ist es gar nicht so schwer, Protein in deinen Trainingsplan und deine Ernährung zu integrieren. Vielleicht hast du auch schon vieles intuitiv richtig gemacht. Wir hoffen, dass es dir jetzt noch besser gelingt, die richtige Dosierung für dein individuelles Training zu finden. Dabei ist es wichtig, Faktoren wie Körpergewicht, Trainingsintensität und deine individuellen Ziele zu berücksichtigen. In Kombination mit einer abwechslungsreichen Auswahl an Proteinquellen und dem richtigen Timing kannst du eine optimale Proteinversorgung erreichen.